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09.12.2016

ÜKO/IK

Zweite Kletterprüfung (Vorstieg) mit vier Geflüchteten

Am 03.November legten vier weitere Geflüchtete die Kletterscheinprüfung Vorstieg erfolgreich ab.
Vorgeschichte
Zur Vorgeschichte bis Mitte Juni siehe den Bericht zur ersten Kletterprüfung vom 02.08.2016.
In der Sommersaison wurde das Projekt am Kletterturm in der Alvenslebenstraße durchgeführt. Da das Alvensleben-Publikum (Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund) auch am Klettern interessiert war, durchmischte sich die Gruppe weiter. Zusätzlich wurde der Kontakt zwischen der Villa Schöneberg und dem Hotel Presidente vertieft und es kamen (hauptsächlich) Kinder zum Klettern. Durch Mundpropaganda kamen neue Jugendliche und junge Erwachsene dazu, die regelmäßig den Termin wahrnahmen. Diejenigen, die souverän und konzentriert in der Sicherungstechnik waren, halfen uns immer wieder bei der Betreuung der Kinder.
Ab Mitte Oktober mit Beginn der Hallensaison fiel das Alvensleben-Publikum weg, weil den Kindern der Aufwand, in die Halle zu kommen, zu groß war. Die Kinder aus dem Hotel Presidente, die weiter klettern wollten, bekommen jeden Dienstag von Gunter einen Lift. Seit ein paar Wochen kommen auch Geflüchte aus den Hangers am Tempelhofer Feld und Unterkünften aus Mariendorf begleitet von Outreach-Kolleginnen.
Kletterprüfung am 4. November 2016
Schon während der Prüfungsvorbereitung für die erste Kletterprüfung am 07. Juni 2016 merkten zwei junge Erwachsene an, sie würden auch gerne diese Prüfung ablegen. Da sie zu diesem Zeitpunkt nach unserem Eindruck noch nicht souverän genug beim Sichern und im Seilhandling waren, versprachen wir ihnen, sie weiter auszubilden und zu einem späteren Termin die Kletterprüfung mit ihnen durchzuführen. Auch neu hinzugekommene Jugendliche wollten möglichst schnell die Kletterprüfung ablegen.
Durch Urlaub und Sommerferien verschob sich der Termin immer weiter nach hinten bis wir endlich einen Termin für Donnerstag, den 4. November mit einem externen Prüfer ausmachen konnten. Wir hatten vier Prüflinge: Alle vier waren Syrer, davon zwei Jugendliche und zwei junge Erwachsene. Obwohl die beiden jungen Erwachsenen in der letzten Zeit nicht regelmäßig am Termin teilnehmen konnten, haben sie die sicherheitsrelvanten Punkte so verinnerlicht, dass wir sie zur Prüfung zugelassen haben.
Wie schon bei der ersten Prüfung waren alle Teilnehmer und wir Betreuer*innen aufgeregt und nervös.
Die Prüfung dauerte anderhalb Stunden und bestand hauptsächlich aus Praxis. Jeder sicherte und kletterte im Toprope und im Vorstieg. Der Prüfer merkte, dass alle großes Interesse haben, ihre Kletterleistungen zu verbessern, und gab zwischendurch auch klettertechnische Tipps und Hinweise. Alle vier bestanden sowohl den Toprope-Teil als auch den Vorstiegs-Teil und hielten nach der Prüfung stolz ihre Kletterscheine in der Hand. Auch wir Betreuenden waren stolz auf unsere Schüler.

Carola Senf, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Projekts
"Überbezirkliches Kletterprojekt Outreach/Internationales Klettern"


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